Von isländischen Göttern und europäischen Dämonen, oder: Heinz Ratz auf der Suche nach Europa

Heinz Ratz hat eindeutig einen Hang zum Größenwahn. Wenn auch im bestmöglichen Sinne. Wo andere Menschen froh sind, einen Triathlon an einem Tag hinter sich zu bringen, nimmt er sich drei Jahre, läuft 1000 Kilometer durch Deutschland, um Geld für Obdachlose zu sammeln, schwimmt 800 Kilometer von Konzert zu Konzert, um auf die Verschmutzung der Flüsse aufmerksam zu machen und radelt im dritten Jahr insgesamt 7000 Kilometer von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim, um dort mit Musikern aus aller Welt Musik zu machen.

Und wo andere Musiker sich einen Ort, vielleicht auch eine Stadt aussuchen, um darüber zu singen, nimmt er sich ganz Europa vor.

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Unterwegs mit Aalkreih, oder: Morslock klingt viel besser als Arschloch

»Moin!«.
»Moin!«, sagen Birger, Cuddel, Schorsch, Marvin und Gerri von der Flensburger Band Aalkreih nacheinander, nicken dem entgegenkommenden Mann kurz zu und schlendern weiter die Hafenpromenade an der Schiffbrücke entlang.
Man kennt sich, Flensburg ist halt doch irgendwie ein Dorf. »Un immer uk fein grööten« singen sie nicht umsonst im Lied »To Huus« von ihrer aktuellen Debüt-Platte »Watt Schasst Mooken«. Aalkreih halten sich dran.

_MG_5169.CR2 08SEP15 Bandportrait Aalkreih Foto: Lars Salomonsen

Fotos: Lars Salomonsen

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