Marokko – Letzter Teil, oder: Lang lebe der Müßiggang

Essaouira

Aus einem Tag in Essaouira sind mittlerweile sieben geworden.

Von Tag zu Tag machte ich weitere Abstriche von meiner Reiseplanung.

„Fahre ich halt nicht über die Grenze nach Mauretanien, sondern bleibe in der West-Sahara und schlafe noch eine Nacht hier.“

„Fahre ich halt nicht mehr in die West-Sahara,  sondern nur die Küste runter“

„Scheiß auf die Küste. Mache ich halt noch einen Kurz-Trip in die Umgebung und fahre dann zurück nach Marrakesch“

Und so weiter.

Weiterlesen

Marokko Teil 6 – Fez, oder: Wie man das Sättigungsgefühl gekonnt ignoriert

Fez

Wenn ich dachte, dass Marrakesch die wohl chaotischste Stadt der Welt sei, müsste für Fez ein völlig neuer Superlativ geschaffen werden.

Doch von vorne:

Mein Hotel zu finden war kein Problem, da ich mir, wie immer, gar keins rausgesucht hatte, sondern stattdessen darauf vertraute, dass die Hoteliers mir diesen Job abnehmen.

Und tatsächlich: ich bin gerade dabei, meinen Koffer aus der Abseite des Busses zu pflücken, als ein breit grinsender, nett aussehender Mann auf mich zukommt.

„You want cheap hotel?“

Klar will ich cheap Hotel, woraufhin er mir signalisiert ihm zu folgen.

Weiterlesen

Marokko Teil 4 – Von der Wüste bis ans Meer, oder: Die wohl längste Fahrt meines Lebens

18 Uhr, Irgendwo zwischen der Sahara und dem Atlas-Gebirge

Ich befinde mich in einem Bus auf dem Rückweg von Zagora nach Marrakesch, um vor dort aus weiter an die nördliche Atlantikküste zu fahren. Langsam schaukelt sich das Gefährt vom palmenbestandenen Draa-Tal in die ersten, höheren Gebirgszüge des Atlas. An das Geschaukel hab ich mich durch die Woche auf dem Kamelrücken gewöhnt, die ältere Dame neben und ihre Freundinnen in den Reihen vor und hinter mir leider nicht. Was dazu führt, dass mindestens eine von ihnen, ziemlich genau im Viertel-Stunden-Takt brechen muss. Jedes Mal blickt mich meine Sitznachbarin vorher leidend an, schickt ein kurzes Stoßgebet zu Allah und übergibt sich.

Weiterlesen