Leben und Sterben in Kingston – Teil 1, oder: Leben in Kingston

Jede Medaille hat zwei Seiten. In keiner Stadt wird das so schnell, so brutal deutlich, wie in Kingston.

Kingston, Jamaika

„Bleib auf jeden Fall heute Abend im Hostel. Es ist schon dunkel, auf der Straße hauen sie dich tot. Wenn nicht für Geld, dann nur zum Spaß. Und wenn du morgen doch rausgehen willst, dann auf keinen Fall alleine“, gab mir mein Taxifahrer gestern Abend noch mit auf den Weg, als er mich vom Flughafen vor meinem Hostel absetzte. Ich verabschiedete mich irritiert lächelnd von ihm, während ich vor dem Eingangstor stehend argwöhnisch die spärlich beleuchtete Straße auf und ab blickte.

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Couchsurfing vor der Haustür – Letzter Teil, oder: Vielleicht sehen wir uns in Kampala

Flensburg

Drei Wochen bin ich nun auf meiner Vespa durch die Region nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze gefahren, habe auf fremden Couches geschlafen und mir die Städte und Dörfer der Gegend aus der Sicht eines Einheimischen angeguckt.

Zeit, etwas von der mir zuteil gewordenen Gastfreundschaft zurückzugeben.

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Couchsurfing vor der Haustür Teil 5, oder: Auf einen Manhattan nach Föhr

Wyk/Föhr

Ich treffe Britta an der Promenade von Wyk auf Föhr. Wir haben uns vor einer Bühne am Strand verabredet, ein paar hundert Meter vom Fähranleger entfernt. Auf dieser sitzen zwei Männer in Matrosenhemden und spielen, mal im Takt, mal aus dem Takt, Matrosenlieder auf Gitarre und Akkordeon, während vor ihnen etwa 200 Touristen mit dem Fuß zur Musik wippen.

Mal im Takt, mal aus dem Takt.

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Couchsurfing vor der Haustür Teil 4, oder: Mit Sandburgen gegen den Insel-Blues

Wittdün/Amrum 

Ach, die Nordsee. So wild und ungezähmt.

Riecht manchmal ein bisschen komisch, aber das tut fast alles was wild ist. Im Vergleich zur Nordsee, ist die Ostsee ein Ententeich.

Schon an der Hafeneinfahrt von Amrum zeigt sich, dass auch das Wetter unberechenbar ist. Während die Fähre aus Dagebüll noch in strahlenden Sonnenschein getaucht ist, türmen sich am Horizont dunkle Wolken auf.

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Couchsurfing vor der Haustür Teil 3, oder: Die Couchsurfing-Queen von Sønderborg

Sønderborg/Dänemark

Ich habe ein mulmiges Gefühl im Bauch, als ich zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren über die Kong Christian X. – Brücke fahre und die Ortseinfahrt von Sønderborg passiere.

Vier Jahre habe ich hier studiert. Nach einem Jahr in einer WG auf der Insel Alsen, auf der sich der Großteil der Stadt befindet, bin ich in Richtung Süden geflohen. In Flensburg bin ich hängen geblieben. Und hier lebe ich seitdem immer noch.

Von daher hatte meine Sønderborger Zeit auch seine guten Seiten.

Außerdem habe ich während des Studiums meine Freundin kennengelernt.

Da hört es dann aber auch schon auf.

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Couchsurfing vor der Haustür Teil 2 – Bier, Bruce und Behaglichkeit in Apenrade

Apenrade​​/Dänemark 

​Apenrade, oder Aabenraa im Dänischen, war bis zum Ende des Deutsch-Dänischen Kriegs 1864 dänisch und anschließend bis 1920 deutsch. Erst als die Grenze in jenem Jahr nach einer Volksabstimmung einige Kilometer oberhalb von Flensburg gezogen wurde und das Herzogtum Schleswig damit in Nord- und Südschleswig geteilt wurde, wurde Apenrade wieder Teil des dänischen Königreichs.

Kein Wunder also, dass in dem kleinen Städtchen im Süden Jütlands die Einflüsse beider Nationen zu spüren sind und noch immer viele Deutsche hier leben.

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